Anzeige

Die Unterschiede: GVL und GEMA als Verwertungsgesellschaften

Die Unterschiede: GVL und GEMA als Verwertungsgesellschaften © GEMA © GVL - GESELLSCHAFT ZUR VERWERTUNG VON 
 LEISTUNGSSCHUTZRECHTEN

Während der Künstler seine Erstverwertungsrechte durch die Aufnahme eines Tonträgers und die Übertragung der Leistungsschutzrechte an den Tonträgerhersteller überträgt, kümmert sich die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) um die Auswertung der Zweitverwertungsrechte. Über den Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages berechtigen die Teilnehmer die GVL zur Rechtswahrnehmung ihrer Leistungsschutzrechte bei öffentlicher Wiedergabe ihrer Werke. Unter die Teilnehmer fallen laut §73 ff. Urheber- und Verlagsrecht (UrhG) ausübende Künstler, bzw. Interpreten. Der Tonträgerhersteller hat laut §86 ff. UrhG dabei einen Anspruch auf Beteiligung. Der Künstler entscheidet bei der Erstverwertung selber, in welcher Weise und zu welchen Konditionen seine Werke verwendet werden dürfen. Bei der Zweitverwertung hingegen stehen ihm keinerlei Verbotsrechte zu, sondern lediglich eine angemessene Vergütung. Nach Abzug der Verwaltungskosten erhalten der Tonträgerhersteller und der Künstler dann ihre Vergütung, wenn die Tonaufnahme im Radio, im Fernsehen, in der Discothek oder auch im Internet, also öffentlich, wiedergegeben bzw. zugänglich gemacht wird.

Anzeige

Das gleiche Recht auf ein angemessenes Entgelt haben auch die Autoren und Verlage, die einen Anteil an der Entstehung des Tonträgers beigetragen haben. Da auch für sie bei der Vielzahl von Möglichkeiten zur Nutzung ihrer Musik ein Überblick kaum möglich ist, treten die genannten Gruppen ihre gesamten Wahrnehmungsrechte an eine Verwertungsgesellschaft ab. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), verwaltet die Nutzungsrechte der Textdichter, Komponisten und Verleger. Wer die Verwendung der Werke von den Urhebern nutzen möchte, erwirbt die Lizenz zur rechtmäßigen Nutzung dafür also bei der GEMA. Die Lizenzierung äußert sich in der Zahlung eines in einem Tarifvertrag festgelegten Vergütungssatzes, der nach Abzug der Verwaltungskosten an die Urheber ausgezahlt wird.

Die genannten Verwertungsgesellschaften kontrollieren außerdem den gesamten Markt auf „stattfindende Musiknutzungen“, um nichtlizenzierte Nutzungen zu ermitteln und Rechteverletzungen zu ahnden.

Quellen

https://www.gema.de/musikurheber/tantiemenabrechnung-verteilung/infos-zur-ausschuettung/ [Accessed: 18.04.2016]

Urheber- und Verlagsrecht 2009, 13. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München

Clement, M., Schusser, O. und Papies, D. 2008, Ökonomie der Musikindustrie, 2. Auflage, Gabler / GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden.

Letzte Änderung am Montag, 30 Januar 2017 14:12

Schreibe einen Kommentar

Bitte achte darauf, alle Felder mit Stern * zu füllen. HTML-Code ist nicht erlaubt. Deine E-Mailadresse wird nicht angezeigt. Dein Name wird mit deiner Webseite-URL verlinkt.

1 Kommentar

  • Sarah

    gepostet von Sarah

    Samstag, 16. Juli 2016 01:23

    Sehr gute Zusammenfassung. Daumen hoch.

    Melden

Mehr in dieser Kategorie:

Kostenlose Updates

✔ Attraktive Rabatte und ✔ hilfreiche Tipps

Anzeige

Kommentare

Anzeige

Zum Seitenanfang
×

Nichts verpassen

✔ Attraktive Rabatte und ✔ hilfreiche Tipps

Nein, danke